Das klickrent Mieter-Interview mit Frank Ambrasat

Es ist 12 Uhr auf einer Baustelle für Sanierungsarbeiten in Berlin-Neukölln. Die Baustellen-Crew macht gerade Pause bei asiatischem Essen und einer Mittags-Zigarette. Frank Ambrasat sitzt auf einem Farbeimer in einem noch zu sanierenden Hausflur und nimmt sich die Zeit für ein Interview mit klickrent.

Als einer von mehreren selbstständigen Subunternehmern ist Frank Ambrasat bei diesem Auftrag für die Innabau KG tätig und sprach mit uns über seine Erfahrungen beim Thema Online Maschinen-Miete.

klickrent: Frank, danke erst einmal, dass du uns eingeladen hast. Bitte beschreibe uns doch einmal, wie du mit der Innabau KG verbunden bist und welche Art von Aufgaben du übernimmst.

Frank Ambrassat: Also, ich arbeite zusammen mit mehreren Mitarbeitern als Selbstständiger unter anderem für die Innabau KG. Vor allem der Spezialtiefbau, Pflasterungen und Sanierung der Außenanlagen sind meine Spezialgebiete.

Minibagger gemietet auf klickrent

Zurzeit arbeiten wir an einem sechswöchigen Projekt, bei dem es um die Sanierung dieses Innenhofes hier geht (s. Bild). Die Dämmung, die Rohrverlegung, der Wasserschutz, das Verlegen der Wegplatten und die Anlage der Grünflächen übernehmen wir. Auf die eine Seite des Hofs bauen wir noch ein Holz-Carport für Fahrräder und Mülltonnen.

klickrent: Was gefällt dir an deinem Job?

F.A.: Früher war ich nur auf dem Bau beschäftigt, dann habe ich vor ein paar Jahren nochmal studiert. Danach war ich nur noch in der Bauleitung und habe meine Zeit fast ausschließlich im Büro verbracht – das war mir irgendwann zu langweilig. Als Selbstständiger habe ich jetzt die Möglichkeit, beides zu verbinden. Ich habe den perfekten Mix aus Bürostunden und meiner Arbeit auf dem Bau gefunden. Der Inhaber der Innabau KG, Micha Sauer, ist ein langjähriger Kindheitsfreund von mir. Das macht die Zusammenarbeit natürlich sehr einfach.

klickrent: Perfekt. Das klingt doch sehr gut. Sag mal, hier kommen ja doch viele Maschinen zum Einsatz. Einige von denen sind ja gemietet. Welche Maschinen oder Geräte mietest du denn am häufigsten?

F.A.: Vor allem größere und speziellere Maschinen. Die Kleingeräte, die ich immer wieder benötige, kaufe ich selbst. Die brauch ich dann nicht extra mieten. Der Bedarf an größeren Maschinen hängt immer vom Projekt ab. Je nach Gegebenheiten der Fläche oder des Untergrundes brauche ich z. B. eine andere Rüttelplatte. Bei dieser Art von Maschinen würde es sich für mich nicht lohnen, sie zu kaufen, da diese von Einsatz zu Einsatz variieren müssen. Auch Radlader und Minibagger miete ich häufiger an.

klickrent: Was ist dir dann bei der Miete wichtig, wenn du dich erstmal dafür entschieden hast?  Worauf achtest du bei Maschinen?

F.A.: (überlegt) Der Preis ist natürlich sehr wichtig. Ich will sowohl für die Maschine selbst als auch für den Transport nicht mehr bezahlen als notwendig. Eine Selbstabholung kommt für mich selten in Frage, daher sollte die Vermietstation nicht zu weit weg sein, um die Transportkosten gering zu halten.

Außerdem ist die gute fachliche Beratung wichtig. Die Situation vor Ort auf den Baustellen ist ja immer eine andere. Im jetzigen Fall war die Durchfahrt ziemlich schmal. Da brauchte ich einen Radlader, der hier ohne Probleme durchpasst. Deswegen muss am anderen Ende einer sitzen, der von der ganzen Sache auch wirklich Ahnung hat und mir schnell helfen kann.

Insgesamt erwarte ich vom Mietprozess, dass alles reibungslos abläuft und ich mir keine Gedanken machen brauche, ob die richtige Maschine zum richtigen Zeitpunkt ankommt.

klickrent: Weil du bei klickrent jetzt schon öfter gemietet hast, muss das bei uns ja alles stimmen! (lacht) Wie bist du am Anfang auf uns aufmerksam geworden und warum hast du dich überhaupt dafür entschieden, online zu mieten?

F.A.: Ganz klassisch über Google, genauer gesagt über Google Maps. Ich habe nach einer regionalen Vermietung von Maschinen gesucht und euch dann gefunden. Überzeugt hat mich zunächst der Preis und die schnelle Verfügbarkeit der Maschinen – bei einer Mietstation ganz in der Nähe. Bei anderen Anbietern wären die Maschinen deutlich teurer gewesen.

Auch den Transport konnte man dazu buchen. Das ist für mich ein wichtiger Punkt, denn ich habe selten die Möglichkeit, die Maschinen zu transportieren.  

Außerdem fand ich den Service sehr gut. Am Telefon wurde mir gleich bei meinen spezielleren Anforderungen geholfen.

klickrent: Würdest du klickrent weiterempfehlen?

F.A.: Definitiv. Die Preise sind gut, der Ablauf war einfach und alles hat einwandfrei geklappt. Vor allem der Telefon-Support ist toll. Einige Sachen müssen mal schnell geklärt werden und da ist es gut zu wissen, dass ihr dort kompetente Leute sitzen habt, die mir helfen können.

Mieterstory klickrent
Frank Ambrasat (li.) im Interview mit Tobias Schumann

klickrent: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg bei deinem Bauprojekt.

F.A.: Danke und euch auch viel Erfolg mit klickrent!

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Unfallschutz auf der Baustelle

Geht es um die Sicherheit in der boomenden Baubranche, ist zu allererst vom Unfallrisiko die Rede. Aus gutem Grund: Das Risiko schwerer Verletzungen ist beim Bau besonders hoch. Umso erfreulicher ist die Tendenz. Schon 2012 konnte die BG Bau einen Rückgang bei den Unfallzahlen von 36 Prozent für die vergangene Jahres-Dekade vermelden. Aufgrund der erhöhten Bautätigkeiten in Deutschland zeigte sich 2016 jedoch wieder ein leichter Anstieg um 2.487 Arbeitsunfälle.

Bewusstsein für das Risiko

Doch wie kann langfristig ein sinkendes Unfallrisiko erzielt werden? Mit sicherheitsoptimierten Geräten und Maschinen, zum Beispiel einer verbesserten Sensorik und Kollisionskontrollen bei Kränen. Aber auch mit massiven Kontrollen zur Einhaltung der Bauvorschriften – vom Schutzschalter an der Mischmaschine bis zur maximalen Standzeit auf einer Bauleiter. Wichtigster Punkt jedoch sind praxisnahe Schulungen, die neben der Wissensvermittlung vor allem zur weiteren Sensibilisierung für das Thema Bausicherheit beigetragen.

Es ist ein Erfolg mit besten Chancen auf Fortsetzung. Schließlich gibt es kaum Kostenbarrieren und mittelfristig dürfte die Gesundheitsprävention für eine spürbare Entlastung der Kassen sorgen. Mehr als eine Milliarde Euro muss die BG Bau derzeit jährlich bereitstellen, um Reha-Maßnahmen, Betreuungen und Renten nach Unfällen und Erkrankungen zu finanzieren.

Konkrete Schutzmaßnahmen, denn der Teufel steckt im Detail

Wer ist auf Ihrer Baustelle für die Sicherheit zuständig? Ist garantiert, dass sich die involvierten Unternehmen nicht gegenseitig gefährden? Wie wird mit dem Risiko von Stromschlägen oder eines Erdrutsches umgegangen? Was ist mit der gefährlichen UV-Strahlung? Kommt eventuell Sprengstoff zum Einsatz oder sind andere gefährliche Materialen im Spiel?

Schutz vor Erdrutschen

Gefährdungsbeurteilungen, die vor Baubeginn eingeholt werden, sollen bei der Beantwortung dieser Fragen helfen. So ist bei der Aushebung der Baugrube zu beachten, ob es Verwerfungen im Bodengefüge gibt und wie es mit dem Grundwasserspiegel oder eventuell zufließendem Schichtenwasser aussieht. Gibt es starke Erschütterungen, zum Beispiel durch eine naheliegende Straße? Auch die zu starke Austrocknung des Bodens bei Sonneneinstrahlung kann eine (Einsturz-)Gefahr bedeuten. Wenn diese Einflussfaktoren ermittelt sind, können konkrete Maßnahmen wie das Errichten von Verbauungen eingeleitet werden.

Schutz vor Stromschlägen

Stromaggregat von Endress
Stromaggregate sorgen für eine sichere Versorgung auf der Baustelle

Während auf Großbaustellen meist noch vor Baubeginn eigene Baustromanlagen installiert werden, behilft man sich sonst mit den Steckdosen vor Ort. Mobile Schutzeinrichtungen wie der Personenschutzschalter PRCD-S sorgen hier für die sichere Stromentnahme. Die Fehlerfreiheit wird damit automatisch überprüft. Werden mobile Stromerzeuger benötigt, können diese beim Anschluss mehrerer Verbraucher ebenfalls mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RSDs aber kein PRCD-S) gesichert werden.

Eine breite Auswahl von Stromversorgungsaggregaten finden Sie auf klickrent. Sie sind damit unabhängig vom öffentlichen Stromnetz.

Schutz gegen Lärm

Baulärm ist ärgerlich, gerade für die Anwohner. Vermeiden lässt er sich nicht, wohl aber planen. Da jeder Bauablauf eine ermittelbare Lärm-Emission erzeugt, können die einzelnen Arbeitsschritte im Vorfeld (auch) nach diesen Kriterien getaktet werden. Der Einsatz von lärmarmen Bauverfahren und Baumaschinen hilft zudem, den Geräuschpegel zu senken.

Planen Sie nach besonders lärmintensiven Tätigkeiten, zum Beispiel mit dem Presslufthammer oder Trennschleifer, bewusst Lärmpausen ein. In der Nacht und in den frühen Morgenstunden sollte der Lärm auf ein Minimum begrenzt werden. Die genauen Vorschriften finden Sie in der AVV Baulärm (Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm).

Wenn Sie privat bauen, handelt es sich zwar streng genommen nicht um Bau-, sondern um Nachbarschaftslärm, das Ziel ist jedoch identisch: Lärm zu vermeiden, gerade zu Ruhezeiten. Welche Vorschriften gelten, finden Sie in der Baugenehmigung. Ein Verstoß gegen diese Auflagen kann Bußgelder und im Extremfall die Schließung der Baustelle nach sich ziehen.

Schutz vor UV-Strahlen und Hitze

Wer seine Haut zu lange der intensiven Sonneneinstrahlung aussetzt, erhöht die Gefahr von Zellschädigungen. Im Baugewerbe ist das ein großes Thema, da viel im Freien gearbeitet wird. 2015 war Hautkrebs die am meisten angezeigte Berufskrankheit der Branche.

Effektive Gegenmaßnahmen, zugleich gegen Hitzschlag und Sonnenstich, sind relativ einfach zu realisieren. Flächen auf der Baustelle können beispielsweise mit Sonnensegeln beschattet werden. Eine geeignete Sonnenbrille schützt die Augen. Da der Schutzhelm den Nacken oft freilässt, sollte für diese und andere unbedeckte Hautpartien eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtfaktor genutzt werden. Generell ist Kleidung aus dichtem Gewebe ratsam.

Wie beim Lärmschutz ist auch die Sicherheit vor UV-Strahlung eine Frage des Zeitplans, wann welche Gewerke, Firmen und Maschinen zum Einsatz kommen. Wer seine Mitarbeiter in der Mittagsglut zum Dachdecken schickt, verletzt seine Fürsorgepflicht und riskiert fahrlässig Gesundheit und Leben.

Fazit

Sicherheit am Bau ist ein essentielles Thema für die Baubranche. Denn nur auf sicheren Baustellen kann zuverlässig gearbeitet werden. Um eine Baustelle wirklich sicher zu machen, ist es wichtig, sich von vornherein ein klares Bild von den Gegebenheiten vor Ort zu machen. Aber auch wenn die Bauarbeiten im vollen Gang sind, gilt es wichtige Sachen zu beachten, die nicht nur die Bauarbeiter sondern auch die Umgebung schützen. Nur wer in der Planung genau darauf achtet, dass die Sicherheit ständig gewährleistet ist, kann Themen wie Lärmschutz oder den Schutz vor UV-Strahlung richtig angehen.

Sicherheit auf der Baustelle

Sicherheit auf der Baustelle

Zeitgemäß bauen? Das ist eine permanente Herausforderung. Der effektive Umgang mit Energie und Materialien wird immer wichtiger, zugleich wachsen die Anforderungen an die Sicherheit. Das gilt nicht nur für die Gebäude selbst, sondern auch für den Bauprozess – vom Schutz der Baustelle bis zur Unfall- und Gesundheitsprävention für jeden einzelnen Mitarbeiter.

Was aber sind die größten Risiken auf Deutschlands Baustellen? Vor allem: Wie können Sie ihnen als Bauträger oder Bauherr wirkungsvoll begegnen? Sollte es darauf überhaupt eine pauschale Antwort geben, dann lautet sie: mit Sensibilität. Oder wie es BG Bau-Chef Klaus-Richard Bergmann formuliert: „Arbeitsschutz muss als wichtiger Bestandteil des alltäglichen Handelns etabliert werden.“

Baustellen-Management, denn Sicherheit geht vor

Geht man von den Grundlagen aus der Baustellenverordnung ins Detail, sind es gerade die Berufsgenossenschaften, die Ihnen als Bauherr wichtiges Rüstzeug liefern. Praxisnahe Gefährdungsbeurteilungen stehen hier neben Sicherheits-Checklisten für einzelne Bauschritte zum Download bereit. Fehlt noch eine Genehmigung der Straßenverkehrsbehörde, die obligatorische Bauherrenhaftpflichtversicherung oder vielleicht ein Kettendumper, um das unwirtliche Gelände zu bewältigen? Die Checklisten weisen es aus, das fehlende Gerät gibt es im Verleih.

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Natürlich, es macht einen Unterschied, ob Sie als professioneller Bauträger gerade Ihre fünfte Kleinstadt errichten oder als privater Bauherr erstmals einen Anbau wagen. In Sachen Sicherheit gilt das aber nicht: Stürzt ein Kind in die Baugrube oder ein Bauarbeiter vom Gerüst, sind die Folgen überall gleich verheerend, nicht nur für den Verunglückten selbst. So heißt es zuallererst: Baustelle sichern, denn Unbefugten ist der Zutritt strengstens untersagt.

Absicherung der Baustelle

Baustellenabsperrungen müssen stabil und gut sichtbar sein. Unüberwindlich sind sie nie, aber eine Barriere sollten sie bilden: für Hundebesitzer, die beim Gassi-Gehen eine Abkürzung nehmen wollen ebenso wie für Abenteuerlustige und Gelegenheitsdiebe. Neben Absperrungen aus festem Material gehört dazu eine deutliche Beschilderung, die je nach Lage mit der Straßenverkehrsbehörde abzusprechen ist. Eigene Verkehrsschilder sind auch in Zeiten des 3D-Drucks keine gute Idee.

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Alle Elemente zur Baustellenabsicherung – vom Absperrgitter über Warnleuchten bis hin zu Sicherheitskameras – können Sie (auch kurzfristig) mieten. Nutzen Sie das Know-how unserer Vermietpartner, damit die aktive und passive Sicherung exakt zu den Erfordernissen Ihres Baus passt. Manchmal genügen einfache Absperrgitter, in anderen Fällen braucht es Systeme mit Nachtsicht, intelligenter Bewegungsanalyse und direkter Kopplung zum Wachpersonal.

Diebstahlschutz auf der Baustelle

Noch vor aller Technik gilt: Effektiv sichern kann nur, wer den Überblick bewahrt. Gerade bei größeren Bauvorhaben mit vielen Werkzeugen, Kleingeräten und Material hat es sich als hilfreich erwiesen, den aktuellen Bestand und seine Verwendung in einem Tabellenprogramm festzuhalten. Gleichen Sie diese Liste dann regelmäßig vor Ort ab. Fehlt etwas, geben Sie sich nicht mit Ausreden zufrieden.

Arbeitsschutz auf der Baustelle

Der Arbeitsschutz beginnt bei den Geräten, Maschinen und Baustoffen, die trotz der extrem hohen Sicherheitsstandards immer auch als potenzielle Gefahrenquelle verstanden werden müssen. Im Rahmen des GDA-Programms „Organisation“ von Bund, Ländern und gesetzlichen Unfallversicherungen („Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie“, GDA) werden nicht nur Schulungen angeboten, sondern als Anreiz auch Arbeitsschutzprämien für die Investition in sichere Ausrüstung gezahlt.

Für alle Bauherren, die viele der teuren Baumaschinen und Fahrzeuge nur temporär benötigen, ist Mieten eine kostengünstige und zugleich umweltschonende Alternative. Allerdings brauchen Sie als Mieter die Gewissheit, dass sich alle Baumaschinen, Kräne, Arbeitsbühnen, Beleuchtungssysteme oder Werkzeuge in einem einwandfreien Zustand befinden.

Über unser professionelles Vermieternetzwerk ist der bundesweite Verleih sichergestellt, auch in Ihrer Nähe.

 

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Doosan Bobcat Bagger

Die neuen High-Track Bagger von Doosan Bobcat sind da

Mit seinen neuen Kettenbaggern DX160LC-5 HT und DX180LC-5 HT bringt Doosan Bobcat EMEA zwei High-Tracker auf den Markt, die sich dank ihrer höher laufenden Ketten optimal an die anspruchsvollen Kundenbedürfnisse anpassen. Mit den 16,8 bzw. 18,5 Tonnen schweren Maschinen soll das bisherige Angebot der Kettenbagger der mittleren Gewichtsklasse für spezielle Anforderungen ausgebaut werden.

Eine hohe Bodenfreiheit für mehr Flexibilität

Die neuen High-Track Modelle von Doosan Bobcat bilden eine Kombination aus den Vorteilen ihrer bestehenden Baggerflotten. So formt sich der DX160LC-5 HT aus dem Fahrwerk des 18-Tonners DX180LC-5, welcher mit der kennzeichnend höher laufenden Kette und dem Oberwagen des 14 Tonnen Modells ausgestattet ist. Dies ermöglicht eine optimale Verschmelzung aus einer hohen Bodenfreiheit von 615 mm und einer leichten, komfortablen und geräumigen Kabine.

Der DX180LC-5 HT ist ebenfalls auf dem 18 Tonner begründet und überzeugt dadurch mit der gleichen Bodenfreiheit. Zudem besticht er aber auch durch eine verstärkte Konstruktion des Ober- und Unterwagens. Gerade die Land-, Forst- und Versorgungswirschaft profitiert von dieser Weiterentwicklung, da die Manövrierbarkeit auf unterschiedlichsten Untergründen nochmals verbessert werden konnte. Dank einer optimierten Traktionsstärke und dem um 50 Prozent erhöhten Freiraum unter dem Unterwagen können Hindernisse und unebene Untergründe leichter übergangen bzw. befahren werden.

Die neuen High-Track Bagger von Doosan Bobcat
Erhöhte Bodenfreiheit bei dem neuen Kettenbagger DX160LC-5 HT

Doosan Bobcat Bagger stärker denn je

Die weitere, neue Besonderheit der verbesserten Kettenbagger ist der verstärkte Kettenrahmen, welcher die Sicherheit für Fahrer und Maschine erhöhen soll. Dabei dient die zusätzliche Metallplatte der erhöhten Widerstandsfähigkeit, sodass Deformationen auch bei stärkeren Belastungen der Ketten vermieden werden können. Die robuste Abdeckung des Unterwagens schützt die Maschine ergänzend vor Beschädigungen durch Unebenheiten oder Objekte.

Über diese Stärken hinaus überzeugt auch die Zugkraft der Maschinen. Dank des 18-Tonnen-Fahrsystems können schwerste Gegenstände und Materialien auch schon mit dem 16,8 Tonnen Modell mit voller Kraft gezogen werden.

Die Leistungen beider Maschinen bleiben dabei mit 81,6 kW bzw. 94,9 kW weiterhin konstant hoch.

Technische Daten des DX160LC-5 HT bzw. DX180LC-5 HT

  DX160LC-5 HT DX180LC-5 HT
Betriebsgewicht 16.800 kg 18.500 kg
Motorleistung 81,6 kW 94,9 Kw
Fahrgeschwindigkeit 3,68 / 2,24 km/h 5,1 / 3,1 km/h
Gesamtbreite 2.800 mm 2.900 mm
Gesamthöhe (Std.) 3.065 mm 3.080 mm
Gesamtlänge (Std.) 7.720 – 7.650 mm 8,720 – 8,845 mm
Löffel 0,45 – 0,5 m³ 0,57 – 0,70 m³
Reißkraft Löffel 11,1 t 13,1 t
Max. Grabreichweite 8.080 – 8.475 mm 8.985 – 9.350 mm
Max. Grabtiefe 5.355 – 5.850 mm 5.955 – 6.455 mm
Max. Grabhöhe 8.940 – 9.025 mm 9.325 – 9.245 mm

Verringerung der Betriebskosten – Steigerung der Umweltfreundlichkeit

Über die Aspekte der hohen Leistungsfähigkeit und Nutzungsflexibilität hinaus profitieren Nutzer auch von den geringeren Gesamtbetriebskosten bei gleichzeitig niedrigeren Umweltbelastungen. Zur Realisierung dessen sind die neuen High-Track Modelle von Doosan Bobcat mit optimierten Luftvorfiltern und Kabinen-Luftfiltern ausgestattet, welche den Motorluftfilter entlasten und damit Wartungsintervalle verlängern sowie für saubere Luft im Kabineninnenraum sorgen.
Des Weiteren erfüllt der jeweils verbaute Perkins-Motor 1204F die neuesten Abgasvorschriften der Stufe IV und verbraucht damit merklich weniger Kraftstoff. Damit folgt Doosan Bobcat einem nachhaltigen Trend, den auch die neuen Radlader von Wacker Neuson ausmachen. Die elektronisch gesteuerte Common Rail-Kraftstoffeinspritzung reduziert zudem die Feinstaubemissionen aus dem Zylinder.

Auch in Bezug auf die Geräuschbelastung konnten weitere Fortschritte gemacht werden. So verhelfen die Enhanced Macro Surface Buchsen zu einer deutlichen Lärmreduzierung auf knapp 70 dB(A) im Innenraum und maximal 100 dB(A) im Außenbereich.

Fazit

Mit den Aspekten der erhöhten Bodenfreiheit, der robusteren Bauweise, der höheren Leistungsstärke und der optimierten Kraftstoffreduzierung vereinen die DX160LC-5 HT und DX180LC-5 HT Kettenbagger die verschiedensten Ansprüche des aktuellen Kundenstamms. Gleichzeitig ermöglichen die Maschinen nicht nur mehr Flexibilität und Effizienz sondern zugleich auch Komfort. So wurden auch das Fahr- und Bediensystem überarbeitet, um die Anbaugeräte noch einfacher steuern und alle wichtigen Maschinenfunktionen überwachen zu können.

Sie interessieren sich für Kettenbagger und möchten diese einfach und bequem online mieten? Dann durchsuchen Sie jetzt die klickrent Auswahl nach Ihrer Wunschmaschine.

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Building Information Modelling

Warum die Baubranche zukünftig nicht mehr ohne Building Information Modelling auskommt

Der Begriff Building Information Modelling (BIM) ist schon längst eine große Thematik im Bauwesen geworden und gehört auch 2017 zu den wichtigsten Trends des Branche. Viele Veranstalter bieten Workshops, Seminare oder Events zu diesem Thema und dennoch wird Building Information Modeling noch immer nicht in der Intensität genutzt, wie es sich manch ein Auftraggeber und staatliche Ministerien wünschen würden. Doch zukünftig werden Bauunternehmen nicht mehr um den wachsenden Trend herumkommen. Dieser Beitrag erklärt wieso.

Wissen auffrischen: Was ist BIM?

Das Building Information Modeling definiert sich anders als häufig missverstanden nicht als Software sondern als Methode, mit welcher Planungs-, Entwurfs- und Verwaltungsprozesse für Bauunternehmen, Ingenieure oder Architekten optimiert und unterstützt werden können. Diese Methode versucht dabei, den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes, von der Planung über den Bau und die Nutzung bis hin zum Rückbau, abzubilden.

Möglich gemacht wird dies durch digitale Darstellungen bzw. virtuelle 3D-Modelle, welche zuvor erstellt und anschließend verwaltet werden. Diese Modelle des geplanten Bauwerkes enthalten dann jegliche Informationen über die Abmessungen, räumlichen Anordnungen und verwendeten Materialien, aber auch Daten über die zeitliche Planung, die entstehenden Kosten und Nutzungsmöglichkeiten. Das Besondere daran: Alle Informationen bilden eine synchronisierte Datenbasis, auf welche alle beteiligten Projektmitarbeiter Zugriff haben und sich mit allen Abläufen, Baudetails und Änderungen vertraut machen können.

BIM beschreibt in diesem Zusammenhang jedoch nicht nur das virtuelle 3D-Modell selbst, welches beispielsweise per CAD Software erstellt werden kann, sondern umfasst die gesamte methodische Technik, mit welcher alle Lebenszyklus-Phasen des Gebäudes geplant und gesteuert werden.

Building Information Modelling und die Lebensphasen
Die Phasen des BIM Lebenszykluses

Die Vorteile von BIM für Bauunternehmen

Der wohl größte Vorteil der BIM Methode ist die bessere Kontrolle vor, während und nach dem gesamten Bauprozess. Schon bevor erste Arbeiter die Baustelle betreten, kann analysiert werden, ob das Bauprojekt in Sachen Kosten, Zeit und Materialaufwand realistisch geplant und wirtschaftlich umsetzbar ist. Dadurch kann der Materialbedarf nicht nur genauestens kalkuliert und eingekauft, sondern potentielle Fehler auch frühzeitig erkannt und vermieden werden. Dies spart immense Kosten und Zeitverzögerungen.

Durch die ständige Vernetzung aller Parameter können die Konsequenzen einzelner Änderungen zudem in Echtzeit kalkuliert und eingeschätzt werden. Dabei hat jede beteiligte Person des Prozesses Zugriff auf die Datengrundlage und alle geplanten Änderungen. Dies verbessert vor allem die effiziente Zusammenarbeit innerhalb einzelner Teams und mit anderen Subunternehmen.

Insgesamt trägt BIM also dazu bei, die Qualität der Bauprojekte zu erhöhen, Terminvorgaben einzuhalten und Kosten zu minimieren. Zugleich erhöht sich dank der strukturierten Abläufe auch die Arbeitsmotivation der Beteiligten und Aufträge werden aufgrund der bereits genannten Effizienz-Vorteile bevorzugt vergeben. Ebenso hilft die Implementierung des Building Information Modelings auch, junge, neue Mitarbeiter anzuziehen, welche auf der Suche nach einem modernen und digitalisierten Arbeitgeber sind. Dies kann angesichts des bestehenden Fachkräftemangels wichtige Wettbewerbsvorteile mit sich bringen.

Angewandtes Building Information Modelling
Abbild eines 3D-Modells nach BIM und dem fertigen Gebäude

2020: Kein Bau ohne BIM

Im wesentlichen gibt es zwei relevante Treiber für die stetige Weiterentwicklung der BIM Anwendung in Deutschland. Einerseits sind es die veränderten Ansprüche von Auftraggebern an die Bauwerke, die ein strukturiertes Arbeiten nach BIM erfordern. So sollten Gebäude heute modern, nachhaltig und anpassbar sein. Ein hoher Wettbewerb erfordert dabei kostengünstiges, sowie zeitlich effizientes Arbeiten. Doch mit dem Blick auf diverse Verzögerungen gerade bei bekannten Großprojekten wird deutlich, dass BIM in Deutschland noch immer nicht flächendeckend angekommen ist.

Bei dem Blick auf das Ausland wird ebenfalls offen gelegt, dass Deutschland im internationalen Vergleich hinterherhinkt. So ist Building Information Modelling in England, Norwegen, Finnland, den Niederlanden oder den USA schon längst in den Köpfen der Bauunternehmen angekommen und für aus öffentlicher Hand finanzierte Projekte sogar verpflichtend eingeführt. Diesen deutschen Wettbewerbsnachteil in Bezug auf Fortschritt im Bauwesen hat auch die Bundesregierung erkannt und schreitet nun ein.

In der Politik liegt damit der zweite große BIM-Treiber. Im Zuge dessen hat Bundesminister Alexander Dobrindt die “Modernisierungsoffensive” für die deutsche Bauindustrie angekündigt und macht BIM bis 2020 nun auch in Deutschland verpflichtend für alle Infrastrukturprojekte. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erhofft sich davon, dass die Regierung als größter deutscher Bauherr mit positivem Beispiel voran geht und auch andere Unternehmen und Auftraggeber von den Mehrwerten überzeugen kann.

BIM Pflicht ab 2020
Die Realisierung von Infrastrukturprojekten via BIM (Autodesk)

Der aktuelle Stand der Building Information Modelling Implementierung

Zunächst festzuhalten ist, dass der Markt rund um BIM ein stetig wachsender ist, was auch mit der kontinuierlich steigenden Popularität einhergeht. So zeigen die Umsatzzahlen der führenden BIM Anbieter einen hohen Wachstum in kürzester Zeit. Bei Trimble stieg der Umsatz zwischen 2013 bis 2015 beispielsweise von rund 900 Millionen auf 1.100 Millionen US-Dollar und bei Autodesk sogar von 550 Millionen auf etwa 820 Millionen US-Dollar.

Dennoch zeigt sich auch, dass deutsche Bauunternehmen noch immer vorsichtig agieren. So gaben 2015 mehr als 40% der Baufirmen an, BIM noch nie angewendet zu haben. Grund dafür seien unter anderem die fehlenden Regeln und Standards, sowie nicht ausreichendes Know-how. Lediglich 19% würden die Methode häufig und nur 10% immer nutzen. Dennoch planen und nutzen bereits 60% der befragten Unternehmen BIM, was den Trend hinsichtlich einer langfristigen Implementierung verdeutlicht.

Das hindert Unternehmen an dem Einsatz von BIM
Umfrage zu den Hemmnissen beim Einsatz von BIM in Deutschland 2016

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Möglichkeiten, die das Building Information Modelling mit sich bringt, sehr vielfältig sind und Bauprozesse im großen Maße optimieren können. Es zeigt sich, dass die frühzeitige Planung und verknüpfte Steuerung über digitale 3D-Modelle erhebliche Einsparungen an Fehlern, Kosten und Zeit bewirken kann. Mit der zunehmenden Beliebtheit der Anwendung wird es für Bauunternehmen zukünftig unabdinglich werden, BIM in die Unternehmensstrukturen zu implementieren. Dennoch muss dabei noch viel Aufklärung geleistet und Know-how weitergegeben werden, damit auch die deutschen Baufirmen langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Über den BIM-Leitfaden für Deutschland hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bereits eine erste, detaillierte Informationsgrundlage bereitgestellt.

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Wacker Neuson stellt neue Radlader-Generation vor

Die Flaggschiff-Modelle von Wacker Neuson erhalten ein Update. Die Radlader W60 und W70 zählen zu den Top-Maschinen ihrer Kategorie und sorgen auf vielen Baustellen täglich für zuverlässige Arbeit beim Abtransport von Material. Wir schauen uns genauer an, was sich bei beiden Maschinen geändert hat.

Verbesserung der Abgaswerte für mehr Nachhaltigkeit

Ein großes Augenmerk bei der neuen Generation liegt beim Thema Nachhaltigkeit. Beide Maschinenklassen können mit drei neuen Perkins-Motoren ausgestattet werden. Diese gibt es als 55-kW Motor für die Abgasstufe IIIB, während die Abgasnormstufe IV sogar über zwei Varianten verfügt. Hier hat der Kunde in der neuen Generation eine Auswahl zwischen 75- oder 90-kW Motoren.

Ergebnis: weitere Reduzierung des Schadstoffausstoßes, das es den neuen Radladern ermöglicht, auch weiterhin problemlos in Innenstädten zu arbeiten. Vor dem Hintergrund der Abgasreduzierung ist das ein klarer Fortschritt und ein deutliches Signal an andere Maschinenhersteller, die noch Aufholbedarf bei sauberen Antrieben haben. Die aktuellen Vorschriften und Normen erfüllen WL 60 und 70 dadurch sicher.

Motor der neuen Radlader
Der Motor der neuen WL 60 und WL 70 sind für die Zukunft bestens gewappnet

Alle anderen Funktionen der beiden Flaggschiff-Modelle wurden beibehalten, um auch weiterherhin beste Leistungen zu bringen. So können sich Kenner des Modells sowohl auf den unschlagbaren Wendekreis von bis zu 45° als auch die komplett kippbare Kabine für einen erleichterten Zugang zum Motor, Hydrauliksystem und der Elektronik, verlassen. Die technischen Daten des WL 60 und WL 70 bleiben auch nach dem Update der Maschinen auf einem weiterhin hohen Niveau, wie schon bei den Vorgängermodellen.

Mehr Komfort in der Fahrerkabine

Jog Dial der neuen Wacker Neuson Radlader WL 60 und WL 70
Das Jog Dial erleichtert die Bedienung der beiden Radlader in der Fahrerkabine

Auch die Fahrerkabine hat ein Update erfahren. Das Farbdisplay des W60 und W70  deckt mehr Funktionalitäten ab und verbessert die Übersicht der Kontrollleuchten. Eine weitere nützliche Funktion in der neuen Generation ist das “Jog Dial”. Dabei handelt es sich um einen Knopf, der sich gleichzeitig drehen lässt. Über diesen Knopf kann beispielsweise die Durchflussmenge des Hydrauliköls für Anbaugeräte genau eingestellt werden und durch einen einfachen Knopfdruck später wieder auf das voreingestellte Niveau gebracht werden. Für den Arbeiter erleichtert das die Bedienung der Maschine und sorgt für ein besseres Handling.

Wacker Neuson präsentiert mit der neuen Generation von W60 und W70 Radlader mit sinnvollen Verbesserungen, wie der Weiterentwicklung des Motors zu einem umweltfreundlicheren Antrieb und der erleichteteten Bedienung durch das Jog Dial, und beweist mit dem Fokus auf die Einhaltung neuer Abgaswertnormen Weitsicht.

 

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Was die Blaue Plakette für die Baubranche bedeutet?

Seit einigen Monaten ist das Thema Umweltzone wieder präsent in der öffentlichen Diskussion. Mit den Skandalen um manipulierte Abgaswerte in Dieselfahrzeugen und den Nachrichten über die immer stärker werdende Belastung von Stickoxiden in deutschen Großstädten ist auch die Frage aufgekommen, inwieweit Kraftfahrzeuge jeglicher Art weiterhin Zutritt zu allen Bereichen der Stadt erhalten sollten. Vor allem Besitzer von Baufahrzeugen befürchten, dass die Einführung der sogenannten Blauen Plakette ihre Geschäfte erheblich beeinträchtigt. Doch welche Folgen kann dies für die Baubranche haben?

Was ist die Blaue Plakette?

Aktuell sind fast alle größeren Städte in Deutschland von erhöhten Belastungen betroffen. Besonders Großstädte wie Berlin, Stuttgart oder München sind mit ihren viel zu hohen Werten zu einem ernstzunehmenden Gesundheitsrisiko geworden. Die Blaue Plakette soll als Erweiterung der bisherigen Umweltzonen besonders stark belastete Bereiche in Städten vor steigenden Stickoxid-Werten schützen. In diesen Bereichen dürften dann nur noch Dieselfahrzeuge fahren, die einen Wert von 60 mg/km an Stickoxidausstoß nicht überschreiten oder Benziner, die entweder Euro-3 oder Euro-6b (abhängig von der Direkteinspritzung) besitzen. Zum Vergleich: Ein Audi Q3 der Klasse Euro-5 verbraucht pro Kilometer 180 mg.

Die Blaue Plakette ist als Korrektiv gedacht, das älteren Fahrzeugen den Zutritt zu sensiblen Bereichen in der Innenstadt verwehrt, weil sie den vorgegebenen Grenzwert nicht einhalten. Die Debatte um die Blaue Plakette hat bei vielen Autofahrern Verunsicherung hervorgerufen, weil mit ihr auch eine Diskussion um Fahrverbote in deutschen Innenstädten immer wahrscheinlicher wird. Die Richtwerte, an denen sich die Plakette orientiert, werden derzeit nur von Fahrzeugen der Gruppe Euro-6 erfüllt. Zu ihnen zählen nur die neuesten Fahrzeuge auf dem Markt und auch diese können die Werte oft nur auf dem Papier einhalten. Für alle Autos der Gruppe Euro-5 oder älter würde die Plakette das Aus in den gekennzeichneten Zonen bedeuten. Zu welcher Gruppe ein Fahrzeug gehört, ist durch Richtwerte festgeschrieben.

Welchen Einfluss hat die Regelung auf Baufahrzeuge?

Für Baufahrzeuge stellt die Blaue Plakette eine große Herausforderung dar. Gerade wenn sie in großer Anzahl auf Baustellen sind, tragen zu einer erheblichen Belastung von Stickoxiden bei. Obwohl sie bei den Gesamtemissionen Deutschlands nur 1,3 % ausmachen, sorgen sie auf lokaler Ebene für Immissionspitzen. Oftmals sorgt das hohe Alter der zum Einsatz kommenden Fahrzeuge für die Ausschläge bei der Stickoxidbelastung. Vor allem die eher rückschrittliche Gesetzgebung beim Thema Abgasnormen sorgte dafür, dass über Jahre hinweg kein Bedürfnis für die Verbesserung der Werte erkannt wurde.

Emissionsverteilung in Deutschland
Der Anteil an den Gesamtemissionen ist zwar klein, aber auf lokaler Ebene sorgen Baufahrzeuge für eine starke Belastung

 

Wenn die Hersteller, Vermieter und Besitzer von Baufahrzeugen keine Lösung auf die Frage zur Verringerung der Abgaswerte finden, kann das ein noch viel größeres Problem werden. Das Umweltbundesamt schlägt auf ihrer Internetseite zwei mögliche Maßnahmen vor, die Städte in einem solchen Fall ergreifen könnten. Zum einen könnte eine – zumindest bevorzugte – Vergabe von öffentlichen Bauaufträgen an Unternehmen mit einem emissionsarmen Maschinenfuhrpark gekoppelt sein. Zum anderen könnte durch entsprechende Vorschriften innerhalb der Umweltzone der Einsatz von Maschinen, die die Vorgaben nicht erfüllen, generell ausgeschlossen werden. Die Maßnahmen sollen die Hersteller und Besitzer dazu bewegen, stärker auf die Emissionswerte ihrer Maschinen zu achten und nach umweltschonenden Lösungsmöglichkeiten zu suchen. 

Was können Fuhrparkleiter unternehmen?

Eine radikale aber auch kostenintensive Lösung ist der Austausch des veralteten Maschinenparks zugunsten einer modernen, emissionsarmen Baufahrzeugsflotte. Immer mehr Hersteller setzen zunehmend auf sparsame und effiziente Antriebstechniken, die auch die Vorgaben der Blauen Plakette erfüllen würden. Gegen diese Lösung sprechen aber vor allem die viel zu hohen Kosten, die mit dem Austausch mehrerer Maschinen verbunden sind. Auf der anderen Seite verringert sich durch diese Lösung auch der Verbrauch der Maschinen und die damit verbundenen finanziellen Aufwände. Auf lange Sicht sind die Ausgaben für die Neuanschaffung schnell amortisiert.

Eine kostengünstigere Alternative ist die Nachrüstung sogenannter Partikelfilter. Diese verhindern, dass eine zu große Menge an Stickoxiden in die Luft gelangt, indem die Abgase vorab gefiltert werden. Die Kosten liegen hier je nach Motorenstärke zwischen 2.000 und 12.000 Euro. Klar ist aber auch, dass der Einsatz von Partikelfiltern nur eine temporäre Lösung für das Problem sein kann, denn an der schlechten Gesamtsituation von zu hohen Stickoxidwerten ändern Filter nur wenig. Langfristig ist eine Verjüngung des Maschinenparks unausweichlich, um auch potenziell neue Regulierungen erfüllen zu können. Auch ein Umstieg auf Elektrofahrzeuge – wie der 2016 auf der bauma mit dem Innovationspreis ausgezeichnete Kramer 5055e Radlader – wäre denkbar. Höhere Investitionskosten werden durch geringere Unterhaltskosten schnell amortisiert. Vor allem der Preisvorteil beim Strom gegenüber des Dieselkraftstoffs spielt hier eine Rolle. 

Die Blaue Plakette rückt ein Thema in den Fokus, das in der Baubranche viel zu lange nur nebensächlich angegangen wurde. Während bei normalen Kraftfahrzeugen immer weiter an der Reduzierung von Abgasen gearbeitet wurde und auch politische Entscheidungen mit dem Hauptaugenmerk auf Pkw ihren Weg in Gesetze und Regulierungen fanden, blieben Baufahrzeuge lange unberührt. Die Debatte um die Blaue Plakette hat dies geändert. Ein Umdenken muss stattfinden, ob die Blaue Plakette kommt oder nicht. 

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