Wie die re:publica den digitalen Wandel beeinflusst

Die klickrent-Kolumne beleuchtet aktuelle wirtschaftliche, politische und soziale Aspekte rund um das Thema Digitalisierung der Baubranche.

In der vergangenen Woche trafen sich von Montag bis Mittwoch etwa 8.000 Interessierte der Digitalwirtschaft, Politik und Internetszene, um über die digitale Zukunft zu diskutieren. Wie auf einem großen Familientreffen war die Atmosphäre auf dem Messegelände der STATION Berlin, das zu einem Ort der Ideen und Diskussionen über Digitalisierung wurde. Vor elf Jahren begann die Messe als kleines Treffen unter Bekannten, heute stellen sich sogar Bundesminister, wie Arbeitsministerin Andrea Nahles oder Innenminister Thomas de Maizière, einer Debatte mit der Netzcommunity.

Die Republica ist der Treffpunkt der digitalen Szene
Auf der Hauptbühne der re:publica wurden die großen Themen der Digitalisierung diskutiert

Die Dimension der diesjährigen re:publica zeigt, dass das Thema Digitalisierung von großer Bedeutung für Gesellschaft und Wirtschaft ist. Denn neben politischen Vorträgen, stand auch immer öfter der wirtschaftliche Aspekt im Fokus von Workshops und Diskussionsrunden. Große Firmen, wie die Deutsche Bahn oder Daimler, nutzten die Messe, um ihre digitalen Konzepte vorzustellen.

Als Vernetzungstreffen der digitalen Szene wird die Messe genutzt, um Ideen zu entwickeln und teilweise sogar direkt auf der Messe umzusetzen. Im sogenannten lab:oratory konnten Interessierte gemeinsam forschen und entwickeln. Egal ob am 3D-Drucker oder Programmen mit künstlicher Intelligenz. Das zeigt: die digitale Community in Deutschland wird von den Unternehmen ernst genommen und Branchen, die vor großen Herausforderungen im Umbau ihrer Strategien auf das Know-how eben solcher Experten angewiesen sind, entwickeln zunehmend ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von modernen Strategien. Themen wie die Sicherheit von Systemen oder die Anwendung von Programmen mit künstlicher Intelligenz stellen für viele Unternehmen immer noch große Hürden dar. Bei solchen Problemen auf Experten zurückgreifen zu können, ist in diesem Fall ein klarer Vorteil.

Und noch ein weiterer Aspekt wird durch den Auftritt der Unternehmen auf der re:publica deutlich. Unternehmen wollen Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge für ihre Strategien von einer digital affinen Zielgruppe. Die Digitalisierung ist der Weg in die Zukunft; dass ist vielen Unternehmen endgültig bewusst geworden. Denn die Messe ist längst nicht mehr nur ein Forum zum Austausch, sondern auch ein Kampf um die Gunst der Internetcommunity geworden.

Auch einzelne Bundesländer waren deshalb mit einem eigenen Stand vertreten, um die Vorteile ihres Landes in der Digitalisierung und für die Gründung von Tech-Unternehmen zu bewerben. Verständnis für offline Strategien von Unternehmen suchte man vergebens. Das Bild, das die Unternehmen lieferten war klar: Die Digitalisierung ist der Weg, den sie einschlagen werden.

Bundesinnenminister im Dialog mit der Netzgemeinde
Im netzpolitischen Dialog diskutierte u.a. der Bundesinnenminister über die Zukunft der digitalen Welt

Für die Baubranche und den Mietmarkt für Baumaschinen sendet die Digitalisierungsmesse ein klares Signal. Es gibt ein Bedürfnis und einen Markt für digitale Konzepte in diesen Bereichen. Auch die Förderung solcher Ideen findet in der Bundesrepublik Anklang. Die Zahl der Digitalisierungsinitiativen steigt und damit auch das Bewusstsein für einen digitalen Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft. So werden zum Beispiel Professuren, die sich mit der Digitalisierung beschäftigen gefördert; Firmen starten eigene Programme, um Mitarbeiter auf den digitalen Wandel vorzubereiten oder Bund und Länder fördern die Digitalisierung von Unternehmen sowohl finanziell als auch mit dem notwendigen Know-how. Die Branchen stehen jetzt vor einer Entscheidung: Entweder Sie nutzen heute die Chance, digitale Strategien zu entwickeln oder sie verpassen diesen Schritt in Richtung Zukunft.

Die re:publica ist dabei die beste Möglichkeit, einen Einblick in die Gedankenwelt der digitalen Welt zu bekommen und Ideen mit einem interessierten Publikum zu diskutieren. Für die Baubranche bedeutet das aber auch, sich stärker mit der Digitalisierung beschäftigen zu müssen. Die Zeiten, in denen Digitalisierung ein Nischenthema war, sind längst vorbei. Die re:publica und ihr Einfluss auf die digitale Welt ist dafür der beste Beweis. Hier treffen sich alle Akteure des digitalen Wandels und arbeiten in Diskussionsrunden, Workshops und Vorträgen an dem, was in Zukunft unser Handeln beim Thema Digitalisierung bestimmen wird.

So bleibt die re:publica nicht nur ein Ort des Redens, sondern bekommt gleichzeitig eine praktische Dimension. Bleibt nur, folgende Fragen zu klären: Was wird auf der re:publica 2018 diskutiert? Und, sind Sie dabei?

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht die Meinung von klickrent wieder.

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