Mit intelligenter Pumpensteuerung in die Zukunft

Im Bereich der Pumpenindustrie sind Begriffe wie Hochleistungspumpen oder intelligente Pumpen schon längst angekommen. Doch 2017 ist das Jahr der digitalisierten und smarten Pumpen. Ein immer höherer Energiebedarf und stetig wachsende Kosten durch steigende Strom- und Gaspreise werden energieeffiziente und flexible Pumpensysteme zukünftig unabdinglich machen. Doch um diesem Bedarf der Bauunternehmen und Bauherren nachkommen zu können, muss digital vernetzt, kommuniziert, ausgewertet und angepasst werden. Welche Möglichkeiten es dabei bereits gibt und welche konkreten Problemstellungen smarte Pumpen angehen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Die digitalisierte Pumpe

Die wichtigsten Merkmale smarter Pumpen sind, dass sie zum einen kommunizieren, also über eine moderne Sensorik Werte ermitteln und diese zum anderen an ein Schnittstellensystem weiterleiten können. Diese Werte sind unter anderem Daten über die Pumpe und ihre Bestandteile selbst, um beispielsweise eine Fehlerfrüherkennung möglich zu machen, sowie Daten über den Nutzungsverbrauch. Darüber hinaus zeichnen sich die digitalen Pumpen durch eine enorme Benutzerfreundlichkeit und exzellente Energieeffizienz aus. Dabei wird es dem Nutzer über Sensoren und die passende Schnittstellensoftware möglich gemacht, ein für ihn schwer zugängliches System, wie es das Pumpensystem ist, in Echtzeit zu überwachen. Wo in der Vergangenheit nur bei Wartungen punktuelle Daten zum Verbrauch gewonnen werden konnten, kann heute auf Fehlfunktionen, Probleme oder Nutzungsdaten blitzschnell reagiert werden.

40191682
Quelle: de.grundfos.com

Doch nicht nur die Software allein spielt beim Thema Pumpendigitalisierung und der Einstellung der Pumpensteuerung eine entscheidende Rolle. Auch die Hardware, vor allem der Motor, muss dem innovativen Konzept entsprechen. Der drehzahlvariable MGE-Motor von Grundfos beispielsweise ist mit einem Frequenzumrichter ausgestattet und ermöglicht damit eine stufenlose Anpassung der Förderleistung an die jeweilig unterschiedlichen Bedarfe. So kann dieser je nach Produktivität und Nutzungsintensität des Anwenders am effizientesten arbeiten. Der Motor ist dabei mit der weltweit höchsten Energieeffizienzklasse für Elektromotoren ausgezeichnet und kann wertvolle Verbrauchsdaten ermitteln, die dann an eine nächste Ebene wie z. B. das Gebäudemanagement weitergegeben werden. Die Kombination aus einer innovativen Software und einem modernen Motor generieren hierbei höchste Systemeffizienz. Dies bedeutet, dass nicht nur der Motor selbst eine hohe Antriebseffizienz und damit Leistungsfähigkeit hat, sondern die Systematik hinter der digitalisierten Funktionsweise zugleich auf ausgereiften Regel-Algorithmen beruht.

Kann eine Pumpe Daten über den Bedarf einer Anlage selbst ermitteln und die Förderleistung dementsprechend anpassen, wird Energie effizient genutzt und Kosten vor allem in wechselnden Bedarfsrythmen eingespart. Können zusätzlich auch noch die Parameter Druck, Temperatur, Füllhöhe oder Volumenstrom selbst überwacht und deren aufgenommene Daten weitergeleitet werden, ist für höchste Sicherheit im Pumpenbetrieb gesorgt. Beim Über- oder Unterschreiten von Grenzwerten kann dann ein Hinweis mit den betreffenden Werten per Mail, SMS oder direkt auf den verantwortlichen Computer Bildschirm gesendet werden.  

Wollen Hersteller zusätzliche “Smartness” in die Entwicklung ihrer Pumpen stecken, so sollte sich auch die Installation und Datenauslesung benutzerfreundlich und schnell gestalten. Die Auswertung sollte dabei ganz im Sinne des digitalen Zeitalters per Smartphone, Tablet oder am benutzerfreundlichsten per App, möglich sein. Die Daten müssen über sichere und stabile Verbindungen übertragen und für Dritte unzugänglich gemacht werden. 0489Auch das Unternehmen Wilo arbeitet derzeit an einer solchen App, die einen direkten Zugriff auf Betriebsmeldungen sowie schnelle Kontrolle und Einstellung der Betriebszustände möglich macht. Wilo hat es sich dabei mit ihrer hocheffizienten und flexiblen Pumpe Stratos Maxo zum Ziel gesetzt, sich in Sachen Konnektivität, Systemeffizienz und Benutzerfreundlichkeit als Vorreiter im Pumpenbetrieb positionieren zu können.

Wie smarte Pumpen den Baustellenalltag zukünftig erleichtern

Auf einer jeden Baustelle sind neben den klassischen Maschinen, Geräten und Werkzeugen auch Pumpen wichtige Bestandteile des Baualltags. So dienen Kolbenpumpen vor allem dem Tief-, Kanal- oder Rohrleitungsbau und Betonpumpen machen ein einfaches und schnelles Befördern des Betons möglich. Auch über den eigentlichen Bauprozess hinaus, werden beispielsweise Trinkwasserpumpen in Häusereinheiten verbaut.

Um während der Bau- und Nutzungsphasen eine konstante Leistungsfähigkeit und Effizienz gewährleisten zu können, helfen digitalisierte Pumpen, eine ständige Überwachung über Schnittstellensysteme möglich zu machen. Dabei können dann zum Beispiel frühzeitig Probleme im Ablauf erkannt und Systemausfälle vermieden werden. Wo bislang nur in langen Abständen TÜV Überprüfungen stattfinden, kann künftig durch vernetzte Pumpen genau dann reagiert werden, wenn Unstimmigkeiten auftauchen. Ein effizientes Arbeiten ist damit jederzeit gewährleistet und aufwendige sowie kostenintensive Wartungsarbeiten werden minimiert.

Neben dem Aspekt der Fehlerfrüherkennung können die smarten Pumpen auch dazu dienlich sein, Verbrauchsdaten über längere Abschnitte hinweg zu ermitteln. Dies kann dazu beitragen, die technische Weiterentwicklung anhand der Bedarfe der Baustellen- und Privatnutzer anzupassen und häufig auftretende Schwierigkeiten schon im Fertigungsprozess der Pumpen einzudämmen.

Darüber hinaus liefert die Integrierung digitalisierter Pumpen in Bauvorhaben auch Mehrwerte bezüglich des Brandings und des Images der Baufirma. So kann sich das Unternehmen als Vorreiter und Experte für digitale Prozesse etablieren und dem Kunden schon während des Bauprozesses Mehrwerte gegenüber den standardmäßig verbauten Pumpen bieten. Auch die smarte Trinkwasserpumpe kann beispielsweise genau dem Bedarf des Endverbrauchers entsprechend arbeiten und Energie effizient einsparen.

Fazit

Es lässt sich festhalten, dass digitalisierte Pumpensysteme schon heute einen erheblich Beitrag für effizientere und ressourcensparende Arbeitsweisen und Verbräuche leisten. Durch das frühzeitige Erkennen von Problemen können aufwendige Reparaturen und Ausfälle vermieden und damit Kosten eingespart werden. Dennoch gibt es derzeit nur einige wenige Hersteller smarter Pumpen. Die Weiterentwicklung und vermehrte Bekanntmachung der Technik werden jedoch dazu beitragen, dass der Baustellenablauf zukünftig noch zielgerichteter, umweltfreundlicher und fortschrittlicher verläuft.

1artboard-2

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s