Warum die Baubranche keine Angst vor der Cloud haben darf!

Cloud-Systeme erleichtern in vielen Bereichen die Arbeit der Baubranche. Die Organisation von Daten, Dokumenten und Informationen in Data-Management-Systemen oder die Kommunikation über Plattformen wie Slack bieten den Unternehmen moderne Wege, ihre Arbeit zu koordinieren und untereinander zu kooperieren bzw. zu kommunizieren. Die Cloud-Security-Studie der Computerwoche aus dem Jahr 2016 zeigt, dass jedes zweite Unternehmen Cloud-Services bereits in irgendeiner Form nutzt. Ein Thema, was viele dieser Unternehmen umtreibt, ist die Sicherheit von Informationen, Daten und den Systemen als ganzes. Im Rahmen der oben genannten Studie wurden 335 Unternehmen aus allen Branchenbereichen ausführlich interviewt, um detaillierte Informationen zur Cloud-Nutzung zu erhalten.

Die Angst um Daten und wie man ihr begegnet

Cloud-Systeme können die Arbeit erleichtern, aber sie bieten auch eine Angriffsfläche für Datendiebstahl und Sicherheitslacks. So sind auch Datenschutzgründe und Sicherheitsbedenken die am häufigsten in der Cloud-Security-Studie genannten Ursachen  für die Zurückhaltung beim Austausch von Informationen über Cloud-Anwendungen. Auch der Umstand, dass 60% der Befragten angaben, für einen Großteil oder sogar alle Daten gelten höchste Sicherheitsansprüche, rückt das Thema Datensicherheit auf die Agenda von Cloud-Software-Firmen. Verschlüsselung wichtiger und sensibler Informationen ist deswegen ein Thema hoher Relevanz, und das branchenübergreifend.

Woran liegt diese Angst vor dem Datendiebstahl? Die Enthüllungen von Geheimdienstüberwachung, wie zum Beispiel 2014, als öffentlich wurde, dass das deutsche Unternehmen Stellar und sein Rechnernetzwerk vom GCHQ, einem britischen Nachrichtendienst, gehackt wurden oder die ständige Präsenz von großen Datenlacks bei bekannten Akteuren der Online-Welt, wie Yahoo, T-Mobile oder Dropbox, bei denen Kundendaten und Passwörter von bis zu Millionen an Nutzern gestohlen wurden, haben das Bewusstsein für die Anfälligkeit von Cloud-Systemen gestärkt und ein Umdenken im Umgang mit sensiblen Informationen bewirkt. Das bedeutet aber nicht, dass Unternehmen Cloud-Systemen den Rücken kehren sollten. Denn trotz der Bedenken bieten sie viele Vorteile für die tägliche Arbeit. Ob eine unkomplizierte Zusammenarbeit untereinander oder einfachere Organisation von Dokumenten an einem zentralisierten Ort, die Cloud hat die Arbeit vereinfacht und strukturierter gemacht.

Topbedenken.png
Erkennbar hoch sind die Bedenken, wenn es um Sicherheit und Datenschutz geht | Quelle: Cloud-Security-Studie 2016

Der Angst vor der angenommenen fehlenden Datensicherheit müssen Unternehmen also entschlossen entgegentreten, indem sie sich mit den Sicherheitstandards ihrer Systeme vertraut machen und sie regelmäßig an neue Umstände, wie dem Bekanntwerden von neuen Sicherheitslücken durch den Datendiebstahl bei großen Cloud-Anbietern, anpassen. Seiten wie Trusted Cloud, die in einer Kooperation mit der Bundesregierung entstanden sind, bieten Unternehmen einen Überblick vertrauenswürdiger Anbieter von Cloud-Services und klären Interessenten über die Vor- und Nachteile einzelner Systeme auf.

Zudem ist es wichtig, den Wandel in der digitalen Welt nicht zu ignorieren und Maßnahmen zu ergreifen, um Hackern immer einen Schritt voraus zu sein. Solche Maßnahmen können unter anderem der regelmäßige Wechsel von Passwörtern der Nutzer dieses Systems sein, die Aufstellung gewisser Regeln, die beschränken, welche Dateien in die Cloud geladen werden dürfen und welcher Nutzer Zugang zu welchen Bereichen erhält.

Verschlüsselung auch in der Cloud

Die Bundesdruckerei entwickelt bereits seit einigen Jahren ein sicheres Cloud-System, das versucht, einen wirkungsvollen Schutz gegen Hackerangriffe zu bieten. Das Resultat ist BDrive, dass die Bundesdruckerei auch auf der diesjährigen CeBit vorstellt. Dabei werden Dateien aufgespalten und an mehreren Orten gespeichert. Zusätzlich werden die Dokumentfragmente verschlüsselt, sodass externe keine Auskunft über den Informationsgehalt des Dokuments erhalten. Nur wer über den passenden Schlüssel verfügt, ist in der Lage, alle Fragmente wieder zusammenzusetzen und das Dokument wieder zugänglich zu machen.

Das Stichwort bei BDrive ist Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Es bedeutet, dass es keine Zwischenschritte in der Kommunikation von Endgerät zu Endgerät gibt. Das verhindert die Möglichkeit, dass Datendiebe sich während des Prozesses wichtige Informationen abfangen. Denn Ende-zu-Ende bietet keinen nachvollziehbaren Prozess, den Hacker nutzen könnten. Auch BDrive arbeitet über einen solchen Prozess und ermöglicht den Nutzern dadurch ein hohes Maß an Sicherheit. Gerade für Unternehmen, die viele sensible Informationen besitzen, sind solche Ende-zu-Ende-Systeme eine gute Möglichkeit, ihre Daten wirkungsvoll zu schützen.

Natürlich bedeutet das nicht, dass bei der einmaligen Installation eines solchen Systems die Arbeit getan ist. Auch hier gilt, dass das ständige Nachrüsten von Sicherheitssoftware für die Geräte der Einzelanwender, wie Computer, Smartphones und Tablets, ein wichtiger Bestandteil in der Schaffung eines sicheren Systems ist. Kommunikation über Geräte sollte ausschließlich über Ende-zu-Ende Verschlüsselung laufen, Android-Geräte sollten mit Virenschutzprogrammen ausgestattet werden, da diese besonders anfällig für Hackerangriffe sind. Ein banaler aber wichtiger Aspekt bei der ständigen Verbesserung der Sicherheit von Endgeräten ist auch die Installation der neuesten Updates, mit denen Sicherheitslücken im System oftmals bereits vom Hersteller gelöst werden. Auch durch solche Maßnahmen kann die Sicherheit der Cloud indirekt gestärkt werden, indem der Zugriff auf die Endgeräte der Mitarbeiter erschwert wird. Andere Unternehmen rüsten ihre Cloud-Anwendungen auf und verpassen ihnen zusätzliche Sicherheitsupdates. Denn auf lange Sicht wird die Sicherheit von Cloud-Systemen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für die Anbieter sein. Das Thema Cloud-Sicherheit wird weiterhin ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung für oder gegen Cloud-Systeme sein. Denn nur sichere Systeme können erfolgsorientiertes Arbeiten ermöglichen.

Mobile Geräte ohne Cloud? Unvorstellbar!

Gerade die Baubranche hadert noch mit der Cloud. Zu unsicher scheinen die Systeme für wichtige Informationen, zu umständlich wirkt auf den ersten Blick die Einrichtung und Wartung. Doch Bauunternehmer sollten sich nicht täuschen lassen. Sichere Systeme lassen sich schon heute anschaffen und Projekte wie BDrive zeigen, dass sie auch einfach zu bedienen sind. Sicher bedeutet nämlich nicht umständliche Bedienung und unübersichtliches Programmdesign. Sichere Systeme erschweren die Arbeit nicht und ihre Maßnahmen zum Schutz der Daten bleiben im besten Fall vom Nutzer unbemerkt. Der reibungslosen Arbeit steht nichts im Weg, wenn die Sicherheit der Systeme gewährleistet ist.

Bildschirmfoto 2017-03-17 um 10.35.40
Mobile Endgeräte werden im Arbeitsalltag immer beliebter, was Cloud-Security auf den Plan bringt | Quelle: Cloud-Security-Studie 2016

In der nahen Zukunft ist eine Baufirma ohne Cloud also unvorstellbar. Denn mit dem Trend des “Mobilen Büros”, bei dem Mitarbeiter zunehmend nur noch mit Tablet oder Smartphone arbeiten, lassen die kleinen hauseigenen Speicher der mobilen Geräte es nicht zu, alle Daten gespeichert zu haben. Der Zugriff über eine gemeinsame Cloud wird dadurch erfolgsentscheidend und die Nichtbeschäftigung mit dem Thema kann dann teuer werden, wenn Aufträge an Mitbewerber gehen, weil diese besser organisiert sind und dementsprechend effizienter arbeiten.

So wird aus der Sicherheitsfrage auch schnell eine Umsatzfrage. Und diese bleibt auch eine Frage der Sicherheit des Systems. Beide Themen bedingen sich wechselseitig, denn nur ein sicheres und zuverlässiges System garantiert gute Arbeit und eine sichere Stellung des Unternehmens am Markt.

1artboard-2

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s