Die Digitalisierung der Baubranche

5 Gründe warum die Baubranche die Digitalisierung lieben sollte

Valentinstag! An diesem Tag feiert die ganze Welt die Liebe zwischen zwei Partnern. Die Beziehung, über die wir heute berichten, ist eine äußerst zaghafte. Der richtige Zugang zueinander ist noch immer nicht gefunden. Dabei wird auch dieses, auf den ersten Blick ungewöhnliche Paar, glücklich zusammen leben und sich zu großartigem beflügeln. Warum? Das erfahren Sie hier.

1. Die beiden besten Partien vereint

Auch wenn eine Beziehung aus Liebe immer die beste ist, am Ende entscheidet über ein langes und glückliches Zusammenleben auch das Geld. Und hier kann die Baubranche auftrumpfen. Mit einem baugewerblichen Umsatz von 112,2 Milliarden Euro (Prognose für 2017 des Verbands der Deutschen Bauindustrie) liefert die deutsche Baubranche eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft. Im Bereich der Digitalisierung befindet sich ein riesiges Potenzial an Umsätzen von bis zu 172 Milliarden Dollar bis Ende 2018, von denen auch ein großer Teil in die Bauwirtschaft fliessen wird. Die sinnvolle Verknüpfung beider Bereiche wirkt sicher gewinnsteigernd und verändert die zukünftige Wertschöpfungskette nachhaltig.

So sparen digitale Lösungen Zeit, indem Arbeitsprozesse vereinfacht und einheitlicher organisiert werden. Data-Management-Systeme sind Lösungen, die den Zugang zu wichtigen Baustelleninformationen erleichtern und Beteiligten aufwendigen sowie unorganisierten Informationsaustausch über den Post- oder Faxweg ersparen. Die Bauplaner, Unternehmen und Bauarbeiter haben so mehr Kapazität für ihre eigentlichen Aufgaben und schaffen diese in kürzerer Zeit. Einer glücklichen und lang anhaltenden Beziehung steht an dieser Stelle also nichts mehr im Weg.

Umsatzauswirkungen durch Digitalisierung
Die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Umsatz – Quelle: DIHK

2. Eine Beziehung, die zu Höchstleistungen fähig ist

Wenn sich beide Partner in ihren Fähigkeiten ergänzen, können sie ihre Potenziale optimal ausnutzen. Bei unseren beiden Protagonisten trifft dies voll und ganz zu. Während die Digitalisierung eher ein “Kopf-Mensch” ist und über viele Informationen verfügt, ist die Baubranche durch ihre Stärke eher für die  “hands-on und groberen” Aufgaben geeignet. Das weitreichende Wissen der Digitalisierung kommt in Form von Data-Management-Systemen, Online-Marktplätzen oder der Möglichkeit, durch Datenanalysen besser auf die Bedürfnisse von Kunden und Nutzern einzugehen. Die Digitalisierung schafft es also, bereits vorhandene Informationen und Daten nutzbar zu machen oder aus ihnen ganz neue Funktionen und Möglichkeiten abzuleiten. Nur ein Beispiel von vielen ist die Möglichkeit, die Verfügbarkeit von Maschinen in Echtzeit zu überprüfen und so jederzeit zu wissen, wo sich die Maschine befindet und ob sie verkauft, vermietet oder allenfalls repariert werden kann.

Die bisher sehr analog organisierten Prozesse können, einmal digitalisiert, arbeitsintensive Aufgaben erleichtern, Arbeitsabläufe effizienter gestalten und die Bedürfnisse des Kunden besser berücksichtigen, weil sie sie oft schon voraussehen. Da solche Lösungen aktuell nur punktuell umgesetzt werden, stellt die Baubranche für die Digitalisierung ein wahres Paradies für Optimierung und neue digitale Konzepte dar. Hier gilt, was auch in der Liebe gilt: Zusammen sind zwei Champions zu Großem fähig! Die Bauwirtschaft wird durch diese die Digitalisierung noch effizienter, erfolgreicher und stärker, als sie es bisher schon ist.

3. Für den Nachwuchs ist gesorgt

Die Baubranche hat mit dem Nachwuchs zu kämpfen. Seit Jahren wird über wachsenden Fachkräftemangel geklagt und in nahezu allen Bereichen nach qualifizierten Neueinsteigern gesucht. In der neuesten Umfrage des ifo Konjunkturtests gaben 9% des Bauhauptgewerbes den Arbeitskräftemangel als ein zentrales Problem für die Entwicklung ihres Unternehmens an. Mit offline basierten Arbeiten lassen sich gerade jüngere Generationen nur schwer in die Baubranche integrieren. In Zeiten von Smartphones und einer fortschreitenden Digitalisierung in allen Lebensbereichen, muss auch die Baubranche einen modernen Weg einschlagen. Es gilt: durch den vermehrten Einsatz von Digitalisierung wird es für junge Leute attraktiver, sich für einen Job in der Baubranche zu entscheiden. Die sogenannten digital natives sind bereits im Umgang mit Smart-Devices geschult und erlernen neue digitale Konzepte intuitiver als andere.

Die Bereiche des Personmangels der Baubranche
Der Personalbedarf der Bauwirtschaft nach Qualifikationsgruppen

Ein interessantes Beispiel außerhalb der Baubranche lässt sich im veränderten Mobilitätsverhalten dieser Generationen betrachten. Junge Menschen nutzen am häufigsten Car-Sharing Portale, die sich vor allem durch ihre digitale Bedienung auszeichnen. Das Interesse an solchen Diensten ist unter den 18- bis 29-jährigen am größten. Ähnliches lässt sich auch bei vielen anderen digitalen Lösungen nachweisen. Das Potenzial für die Bauwirtschaft ist also enorm. Die Zukunft der Baubranche wird auch deshalb davon abhängen, wie die Bauunternehmen digitale Konzepte in ihre Arbeit implementieren und damit den Nachwuchs für ihre Geschäftsideen begeistern können.

4. Von den Erfahrungen des anderen lernen

Wie jede Beziehung, bietet auch die Verbindung aus Baubranche und Digitalisierung viele neue Erfahrungen. In digitalisierten Unternehmen werden Strategien anders gedacht und umgesetzt, weil andere Schwerpunkte das Handeln bestimmen. Die Digitalisierung lässt dank der Analyse von Maschinendaten oder der Auswertung vom Kundenverhalten beim Kauf, der Miete und Serviceleistungen detaillierte Planungen zu, die besser und schneller an Veränderungen angepasst werden können. klickrent erkannte nach der erfolgreichen Gründung einer Online-Mietplattform den Bedarf der Kunden nach fachlich kompetenten BauMaschinisten und entwickelte daraufhin Maschinator, eine weitere digitale Plattform, die deutschlandweit Maschinenführer an Bauunternehmen vermittelt.

So entstehen durch eine Verbindung von Digitalisierung und Baubranche komplett neue Geschäftsideen. klickrent ist dabei nur ein Beispiel von vielen. Wir berichteten bereits über Hadrian X, der Roboter, der in nur zwei Tagen ein ganzes Haus bauen kann. Auch das optimierten planen, ausführen und bewirtschaften von Gebäuden mit Hilfe von Software mit BIM fällt in diese Kategorie. In Zukunft werden weitere interessante Geschäftsfelder entstehen, die diese Beziehung weiter vertiefen. Im Bereich der Telematik hat die digitale Revolution gerade erst begonnen. Hier können in Zukunft Maschinen und Baugeräte wirkungsvoll vor Diebstahl geschützt werden, indem jede Maschine in einem System organisiert und überwacht wird. Wenn Maschinen einen vorgegebenen Radius verlassen, wird ein Alarm auf dem Smartphone des Besitzers angezeigt, der die Maschine im Notfall über Fernsteuerung abschalten kann.

5. Es geht nicht mehr ohne!

Der Weg zur kompletten Implementierung der Digitalisierung wird für die Baubranche nicht einfach werden. Wie in jeder Beziehung wird es auch hier hin und wieder Streitigkeiten geben. Aber ohne die Digitalisierung geht es in der Baubranche in Zukunft nicht mehr. Denn die digitalisierte Gesellschaft wird analoge Vorgänge noch stärker in Frage stellen und nach einfachen digitalen oder online Lösungen suchen. Wenn die deutsche Baubranche ihre Wettbewerbsfähigkeit behalten will, muss sie die Konkurrenz aus Amerika und den asiatischen Märkten beim Thema Digitalisierung überholen. In einigen Bereichen sind digitale Konzepte bereits fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Firmen kommunizieren untereinander immer öfter über Smartphones, Tablets oder Computer und tauschen wichtige Daten für die Baustelle untereinander aus. Auch das bereits erwähnte BIM schafft eine zeitgemäße Lösung auf wachsende Anforderungen, wie der Forderung nach permanentem Zeitmanagement und eine Übersicht des Baufortschritts bei gleichzeitiger Verknüpfung zur Preisentwicklung. Zudem erleichtert es die Darstellung komplexer Gebäudepläne für Architekten, Bauplaner und die Fachkräfte auf dem Bau.

Ohne die voranschreitende Digitalisierung bleibt die Baubranche auf der Strecke und wird langfristig an Attraktivität einbüßen. Damit die Beziehung beider Bereiche eine glückliche wird, müssen Unternehmen jetzt investieren sowie konsequent digitale Konzepte in ihren Strategien berücksichtigen und nutzen. Wenn das getan ist, steht einem glücklichen Zusammenleben von Digitalisierung und Baubranche nichts mehr im Weg!

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