Die Auswirkungen von Trump auf die Baubranche in den USA

Trump als Heilsbringer für die Baubranche in den USA?

Die klickrent-Kolumne beleuchtet aktuelle wirtschaftliche, politische und soziale Aspekte rund um das Thema Digitalisierung der Baubranche.

Von Präsident Trumps Plan, “to get Americans back to work”, könnte vor allem auch die Baubranche profitieren. Er will die Infrastruktur des Landes auf Vordermann bringen und hebt so die Erwartungshaltung bei den Firmen, die das benötigte Equipment her- oder zur Verfügung stellen.

Prof. Dr. Boris Vormann - Nordamerikastudien der FU Berlin
Prof. Dr. Boris Vormann Quelle:staticflickr.com

“Dass Trump Brücken bauen und Highways erneuern würde, betonte er erneut in seiner Amtsantrittsrede und seinem ersten 100-Tage Plan,” sagt Prof. Dr. Boris Vormann vom John-F.-Kennedy Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin. “Der Bau von Transportinfrastruktur ist zwar tatsächlich einer der wenigen gemeinsamen Nenner zwischen Demokraten und Republikaner, scheint aber in den ersten Wochen der Amtszeit wieder ins Hintertreffen geraten zu sein. Bislang sehen wir vor allem eine Forcierung beim Bau der Grenzmauer zu Mexiko und bei der Dakota Access Pipeline. Seinem Wahlversprechen einer Arbeitsplätze schaffenden Infrastrukturpolitik würde er damit allein, auch im Erfolgsfall, vermutlich noch nicht genügen. In den USA ist der schlechte Zustand der Infrastruktur ein öffentlich bekanntes Problem, was viele veranlassen dürfte, auf das Versprechen von Trump zu pochen.”

Davon würden vor allem Großkonzerne wie Caterpillar profitieren. Dies zeigte sich schon in den letzten zwölf Monaten, in denen die Caterpillar Aktie um 42 % anstieg. So wird spekuliert, dass CAT und natürlich auch andere konkurrierende Firmen vor allem durch den Fracking Boom und die schon genannten infrastrukturellen Projekte Gewinne erzielen könnten. Zu diesen Projekten gehören unter anderem Erneuerungen von Highways, Flughäfen, Dämmen und Brücken. Diese sogenannten Emergency and National Security Projects werden aktuell noch von der zuständigen Behörde geprüft. Aber gerade mit Hinblick auf den Grenzmauer- und Pipelinebau bleibt es fraglich, so Vormann, “auf wie viel Gegenwehr Trump in den nächsten Monaten seitens der Einzelstaaten und der Zivilgesellschaft stoßen wird.”

Auch die Kosten von aktuell kalkulierten 137 Milliarden Dollar könnten ein Problem für Trump werden. Denn die Finanzierung dieser Projekte basiert auf Steuer-Erleichterungen für private Investoren, deren Investitionsbereitschaft aber noch nicht abschließend bekannt ist. Experten gehen davon aus, dass infrastrukturelle Projekte für Investoren nur interessant sind, wenn auch Gewinne – wie durch Mautgebühren oder dergleichen – erzielt werden können. Aber von diesen Projekten sind nur relativ wenige geplant. So könnten diese Steuer-Erleichterungen letztendlich Investoren begünstigen, die auch ohne diese Initiativen gebaut oder investiert hätten.

So glaubt auch Caterpillar selbst, dass, auch wenn diese Vorstöße ein Plus für das eigene Geschäft bedeuten, erst irgendwann im Jahre 2018 bedeutsame Effekte sichtbar werden.

Es bleibt also zu klären, ob diese Investitionen in Infrastruktur die erwarteten Vorteile generieren können. Marcia Hale, Präsidentin von Building America’s Future, geht zum Beispiel davon aus, dass durch diese fiskalen finanziellen Zuwendungen Arbeitsplätze geschaffen werden und eine Vorantreibung wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit stattfinden wird.

Bis dahin wird wohl noch viel Wasser den Mississippi herunterlaufen. Denn noch ist auch nicht sicher, ob Trump den sogenannten Ross-Navarro Plan überhaupt als Grundlage für die geplanten Infrastrukturinvestitionen heranzieht.

Sören Ladig, CEO der Klickrent GmbH: “Die positive Entwicklung von Caterpillar der letzten Wochen hat sich mit wesentlichen Veränderungen hinsichtlich der Anzahl Beschäftigter sowie der teilweisen Schließung von Werken und einigen Umstrukturierungen auf globaler Ebene bereits angekündigt. Der neue CEO – Jim Umpleby – und zuletzt auch die Meldung, den Firmensitz zumindest teilweise nach Chicago zu verlegen, zeigen, dass Caterpillar bereit für Veränderungen ist. Dies lassen auch die zahlreichen Bestrebungen des Konzerns, ein wesentlicher Bestandteil der Digitalisierung der Bauindustrie zu sein, erkennen. Mit Beteiligungen an Yardclub und Uptake sowie der großen Begeisterung für digitale Geschäftsmodelle seiner Top-Dealer, z.B. der Zeppelin GmbH mit ihrer Mietplattform klickrent, macht das Unternehmen deutlich, dass Digitalisierung weit mehr als ein Schlagwort für die Branche ist. Caterpillar befindet sich also bereits in einem positiven Wandel und ist für Trumps gigantische Infrastrukturprojekte sowie für die digitale Transformation sehr gut positioniert.”

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht die Meinung der Klickrent GmbH wieder.

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