Mit Baumaschinen sicher im Straßenverkehr

Mit der Baumaschine im Straßenverkehr

Wer Baumaschinen mietet, muss sie auch zwangsläufig irgendwo abholen. Da Offroad-Vermietungen noch nicht existieren (und auch zukünftig wohl keine Chance haben werden), ist die Teilnahme am Straßenverkehr unausweichlich. Das man bei der Benutzung von Baumaschinen im Straßenverkehr einige Sachen beachten muss, ist manchen nicht bewusst. Wir klären über ein paar wichtige Punkte auf.

Der richtige Führerschein ist entscheidend!

Eigentlich ist der Sachverhalt klar: Wer eine Baumaschine, wie z.B. einen Radlader oder Bagger bedienen will, muss den richtigen Führerschein besitzen. Fahrzeuge, welche aufgrund einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit nicht schneller als 6km/h fahren, benötigen keinen besonderen Führerschein. Fahrzeuge bis 25 km/h setzen die Führerscheinklasse L (ehemals Klasse 5) voraus. Alle Fahrzeuge, die schneller als 25 km/h fahren, werden nochmals durch ihr Gewicht in die verschiedenen Führerscheinklassen unterteilt. Fahrer von Maschinen bis 3,5 Tonnen benötigen Klasse B, bis 7,5 Tonnen Klasse C1. Alle Maschinen, die schwerer als 7,5 Tonnen sind, setzen Klasse C voraus.

Auch banal, aber trotzdem Pflicht, sind die mitzuführenden Dokumente bei der Fahrt einer Baumaschine. Neben dem Baumaschinenführerschein und der allgemeinen Betriebserlaubnis sind eine Einzel-Betriebserlaubnis oder EG Typengenehmigung für Erdbaumaschinen und die Betriebsanleitung mitzuführen. Wer nicht über die entsprechenden Papiere und Voraussetzungen  verfügt, aber trotzdem eine Maschine benötigt kann auf eine einfache Alternative zurückgreifen. In den meisten Fällen bieten Vermieter eine Transportoption für ihre Geräte an. Das angemietete Gerät kann dann bequem an einen vorher definierten Ort geliefert werden. Der Mieter spart sich damit die Fahrt auf der Straße und kann auf der Baustelle direkt loslegen.

Wer nichts sieht, darf nicht fahren!

Zwar lässt man sich beim Autofahren nicht gerne vom Beifahrer in den Fahrstil reinreden, bei der Bedienung von Baumaschinen ist ein Begleiter aber Pflicht. Wenn das Sichtfeld des Fahrers nur eingeschränkt zu überblicken ist, muss eine Begleitperson an Kreuzungen und Einmündungen den Fahrer einweisen. Schäden am Fahrzeug und dem Umfeld lassen sich so vermeiden.

Die Ausrüstung machts!

Baustellenarbeiter benötigen grundsätzlich Sicherheitsschuhe, um Unfällen auf der Baustelle vorzubeugen. Der Fahrer von Baumaschinen ist von dieser Sicherheitsklasse (DIN EN 345) befreit und darf anderes Schuhwerk tragen. Die Befreiung gilt, bis der Fahrer das Fahrzeug verlässt.

Ähnliches gilt auch für die Schutzhelmpflicht (DIN EN 397). Der Fahrer der Baumaschine darf das Fahrzeug selbst ohne Helm bedienen. Verlässt er das Fahrzeug, muss der Helm griffbereit liegen und gehört ab da an auf den Kopf. Eng anliegende Arbeitskleidung wird häufig empfohlen, um das hängenbleiben an Bedienelementen zu vermeiden. Denn nichts ist ärgerlicher, als durch falsche Kleidung einen Unfall zu verursachen. Und wie immer gilt: Sicherheit hat höchste Priorität!

Zu beachten ist auch der folgende Ausrüstungshinweis: In der Baumaschine sind Warnweste, Erste-Hilfe-Kasten und ein Feuerlöscher Pflicht. Auch scharfe Kanten müssen ausreichend abgedeckt werden. Die Schneidkanten eines Radladers müssen mit einem Zahnschutz abgesichert werden. Die Ausleger bei Baggern sind einzuknicken; die Schaufel muss ebenfalls gesichert werden. Mobilbagger müssen gegen das Verdrehen abgesichert werden und die Lenkachse darf sich nur in Fahrtrichtung befinden.

Wie immer gilt…

Seien Sie immer aufmerksam im Straßenverkehr unterwegs. Gerade große Baumaschinen erfordern eine besondere Vorsicht. Auch kleinere Maschinen verhalten sich auf der Straße anders als ein gewöhnlicher PKW. Die Vorsicht ist Ihr bester Freund. Selbstüberschätzung führt oft zu teuren Unfällen.

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