Die Baumesse im Norden

Mit 90.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist die Nordbau nicht die größte unter den Baumessen, vor allem nicht im Vergleich zu ihrem großen Bruder, der BAUMA, mit unvorstellbaren 575.000 Quadratmetern. Die geringere Größe mindert aber nicht die Bedeutung der Nordbau für die Branche, die vom 9. bis zum 13. September 2015 ihren 60. Geburtstag feierte. Mit dem Standort in Neumünster spielt die Nordbau eine wichtige Rolle für die norddeutschen Regionen und Dänemark und zog mehr als 60.000 Besucher an, vom Studenten bis zum Bauherren.

Interessant an der Nordbau ist die Vielzahl von Ausstellern aus der Baubranche. Auf dem großen Außenbereich stehen schwere Maschinen, die man richtig anfassen und erfahren kann. Für Aussteller gab es dort auch die Möglichkeit, neue, innovative Maschinen und Technologien der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Zeppelin Baumaschinen GmbH zum Beispiel stellte die neuen Caterpillar-Modelle Cat Hybridbagger 336F XE und Cat Radlader 966m XE vor. Das Augenmerk liegt bei diesen Maschinen, so wie bei vielen anderen neu eingeführten Maschinen auf der Nordbau, nicht auf dem Design sondern auf Effizienz und geringerem Treibstoffverbrauch. Die Verbesserungen und Innovationen in diesen beiden Bereichen waren zwei der Hauptthemen der Nordbau.

Jungheinrich Stapler
©klickrent

Der Indoor-Bereich der Nordbau bestand aus mehreren Hallen, in denen eine große Auswahl von Unternehmen ihre komplette Palette von Baumaterialien und Systemen für den Bau von Wohn-und Geschäftsstrukturen präsentierten. Eines der Hauptthemen war hier der „Architekt als Anwalt der Bauherren“. Viele Aussteller zeigten verschiedene Produkte und Prozesse von Architekten und Ingenieuren als passende Lösungen für das Bauen oder Renovieren von Häusern.

Nicht nur die klassische Bauwirtschaft war auf der Nordbau vertreten, auch die Vermietung von Maschinen wurde als innovative Lösung präsentiert. Die Maschinenvermietung ist ein ständig wachsendes Segment bei dem immer mehr Bauunternehmen mitmischen und ihre Maschinen und Geräte zur Vermietung anbieten. Die Maschinenvermietung gibt Bauherren die Möglichkeit, ihre finanziellen Risiken zu reduzieren, flexibel zu bleiben und nur die Maschinen zu nutzen, die wirklich gebraucht werden.

Neben dem Treffpunkt für Bauherren und Bauunternehmen ist die Nordbau auch eine Plattform für Themen, die derzeit auf der politischen Agenda in Schleswig-Holstein und in ganz Deutschland stehen. Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr in Schleswig-Holstein, betonte die Bedeutung nicht nur der Sanierungen von Brücken, die in den 50er und 60er Jahren gebaut wurden, sondern auch die Beratung zum Bau neuer Brücken, um dem großen Verkehrswachstum in der Region entgegenzuwirken.

In seiner Eröffnungsrede hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig auch ein aktuelles Thema adressiert – die aktuelle Flichtlingsthematik in Europa und insbesondere in Deutschland. Auf Flüchtlingsfragen müssten auch architektonische Antworten gefunden werden. Albig erklärte: „Ohne Bauindustrie werden wir keine Integration schaffen können.”

Die Aussteller der Nordbau lassen sich nicht lumpen und betreiben großen Aufwand, um die Besucher an ihren Ständen Willkommen zu heißen: Neben all den Hochglanz-Maschinen, auf denen man sogar auch am Steuer Platz nehmen darf (ohne zu fahren), gibt es eine ganze Reihe von Live-Demonstrationen. Einige Aussteller haben ganze Restaurants und Biergärten aufgebaut um ihre Gäste zu umwerben und – natürlich – Geschäfte zu machen. Kein Wunder also, dass bei diesem Aufgebot der Aussteller, neu vorgestellten Technologien und Spezial-Themen die Nordbau auch im Jahr 2015 wieder vollständig ausverkauft war.

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